Rohstoffe und Recycling - Untersuchungen an Kupferlegierungen der jüngeren Latènezeit aus den Oppida von Manching und auf dem Martberg bei Pommern
| Obwohl Angaben antiker Schriftsteller zu lokalen Verhältnissen vor allem in Gallien vorliegen, gibt es kaum Kenntnisse und Untersuchungen zur Herkunft der Metalle der
mitteleuropäischen Eisenzeit. Das Recycling von Altmetall wird vor allem in der jüngeren Forschung als ein wichtiger, aber letztendlich in seiner tatsächlichen Form und Dimension nicht
bekannter Faktor für die Rohstoffversorgung angeführt. In den meisten Oppida und Siedlungen gibt es Belege für Kupferverarbeitung durch Schlacke, Gusstropfen, Herdmaterial, Gusstiegel oder Gussformen. Gelegentlich finden sich neben diesen Belegen für Kupferverarbeitung auch Hinweise auf Altmetallrecycling wie Blech- und Gussabfälle. |
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![]() Abbildung 1: Tiegelfragment mit Metallresten |
![]() Abbildung 2: Oxidierte Bronze aus dem Gusstiegel |
| Das Bergplateau des Martberg bei Pommern hingegen wurde nach der Aufgabe des Oppidums als Heiligtum in römischer Zeit weiter genutzt. Es ist anzunehmen, dass spätestens im
Zuge der sog. Romanisierung des Rheinlandes auch römisches Metall in keltische Siedlungen und damit in die Schmelztiegel gelangte.
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