Neutron activation analysis (NAA)

Die Neutronenaktivierungsanalyse eignet sich besonders zur Spurenelementbestimmung in Materialien, die sich nur schwer nasschemisch aufschließen lassen. Die bereits als klassisch zu bezeichnende Anwendung im Bereich der Archäometrie ist die Herkunftsbestimmung von Keramik anhand der mittels NAA analysierten Spurenelementmuster. Es handelt sich um eine sehr empfindliche Multielementmethode, mit der sich über 20 Elemente in sehr geringen Konzentrationen bestimmen lassen.

Das Prinzip der NAA basiert auf der Anregung von Nukliden durch thermische Neutronen, welche in einem Reaktor erzeugt werden. Diejenigen Nuklide im Probenmaterial, welche beim Neutronenbeschuss radioaktive Kerne bilden, können anhand ihrer ausgesandten Gammastrahlung an einem Messplatz qualitativ und quantitativ bestimmt werden. Die Archäometrie gGmbH verfügt über drei Gammadetektoren der Fa. Ortec vom Typ Coaxial HPGe. Die Bestrahlung der Proben erfolgt am TRIGA-Forschungsreaktor des Instituts für Kernchemie an der Universität in Mainz.

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Dr. Thorsten Schifer