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EchtheitsuntersuchungenE64528

Die Frage nach der „Echtheit“ oder „Authentizität“ eines Objektes ist oft nicht einfach zu beantworten, da leider nicht für alle Materialien eine direkte Datierungsmethode vorhanden ist bzw. die Datierungsmethode wie bei 14C oft nur einen Hinweis auf das Alter des Rohstoffes liefert. In diesen Fällen kann eine Kombination aus verschiedenen Methoden helfen, weitere Indizien für oder gegen die Authentitzität eines Objektes zu finden.

Materialanalysen3835-LfM-Laserablation

Mit den uns zur Verfügung stehenden Analysemethoden und Geräten können nahezu alle Materialien hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung untersucht werden. Je nach Beschaffenheit der Probe und Fragestellungen wird ein geeignetes Analyseverfahren ausgewählt.

Die Analyseergebnisse können als Grundlage für die Materialidentifizierung, die Herkunftsbestimmungen oder als Ergänzung zu Echtheitsuntersuchungen dienen. Auch die Analyse von Ultraspurenbestandteilen (ppb- und ppt-Bereich) ist möglich.

Technologische UntersuchungenTechnologische Untersuchungen

Neben der chemischen Zusammensetzung sind häufig die Herstellungstechnologie und der Erhaltungszustand von Kulturgütern für die jeweilige Fragestellung von Bedeutung, weil viele Techniken nur in bestimmten zeitlichen und räumlichen Kontexten auftreten.

Neben der optischen Untersuchung der Oberflächen mit unterschiedlichen Mikroskopen gestattet die Radiographie einen Blick in und durch das Material. Herstellungsspezifische Spuren, Fehlstellen, Einschlüsse oder Überzüge etc. können dadurch zerstörungsfrei untersucht und visualisiert werden. Für eine umfassende Charakterisierung von Werkstoffen müssen in der Regel Proben entnommen werden, die für die licht- und elektronenmikroskopischen Untersuchungen in Kunstharz eingebettet und präpariert werden.

Die Gefügeuntersuchung metallischer oder keramischer Werkstoffe (Materialografie) dient der qualitativen und quantitativen Beschreibung der Eigenschaften und Zustände von Materialien. Es werden Informationen über Verteilung, Struktur und Orientierungen einzelner Phasen innerhalb der Werkstoffe erhalten. Herstellungs-, gebrauchs- und altersbedingte Veränderungen können so nachvollzogen werden.

Isotopenanalyse_DSC3871

An allen Proben (sowohl archäologischen als auch geowissenschaftlichen) können wir Osmium-, Blei-, Neodym- und Strontium-Isotopenanalysen durchführen.

Dafür stehen speziell eingerichtete Messinstrumente (zwei Massenspektrometer nur für die Isotopenanalyse) zur Verfügung. Isotopenverhältnisse, speziell der Vergleich verschiedener Isotopensysteme, sind das wichtigste Hilfsmittel bei der Herkunftsbestimmung verschiedener Materialien und bei der Erforschung von alten Verfahrenstechniken. Sie können auch zur Materialklassifikation dienen, um z.B. festzustellen, ob zwei oder mehrere Objekte oder Objektteile zusammengehören.

Wir bieten deutschlandweit als einzige Institution die Kombination von Os-, Sr-, Pb- und Nd-Isotopenuntersuchungen an, auch aus einer Probenlösung.

Herkunftsbestimmung von Eisenobjekten3921-LfM-Osmiumisotopie

Zur Herkunftsbestimmung von Eisenobjekten bzw. der verwendeten Eisenerze wird die am Curt-Engelhorn-Zentrum entwickelte Methode der Os-Isotopen-Zusammensetzung eingesetzt.
Die Methode ist einerseits analytisch anspruchsvoll und erfordert viel Erfahrung und zum anderen braucht man eine Vergleichsdatenbank wie bei allen Methoden der Herkunftsbestimmung.

Diese wurde im Rahmen der Entwicklungsarbeit aufgebaut und ist wie die Datenbanken für Kupfer/Bronze, Silber und Gold die weltweit größte ihrer Art.
In der Praxis werden die Osmiumisotopenverhältnisse eines Eisenobjektes mit dieser Datenbank abgeglichen und so kann eine Herkunft des Rohmaterials in vielen Fällen geklärt werden.

14C-Datierung3617-KTL-AMS-Beschleuniger-14C

Im 14C -Labor des Klaus-Tschira-Labors für physikalische Altersbestimmung führen wir 14C-Analysen für Datierungen und Untersuchungen im Kohlenstoffkreislauf aus. Die Messmethode beruht auf der AMS-Technik, mit der sehr kleine Probenmengen erreichbar sind.

Die 14C-Datierung ist seit langem als universelle und genaue Methode zur Altersbestimmung in der Vor- und Frühgeschichte etabliert. Der Datierungszeitraum reicht von historischen Zeiten bis ca. 45.000 Jahre zurück. Die Messung wird an einer AMS-Anlage vom Typ MICADAS, entwickelt und gebaut an der ETH Zürich, durchgeführt.

Lumineszenzdatierung und Echtheitstests3528-KTL-Probenvorbereitung-Lumineszenz

Wir datieren routinemäßig gebrannte Objekte (z.B. Keramik, Ziegel). Auch Echtheitsanalysen an solchen Materialien bieten wir an.

Bei gebrannten Objekten wird bei der Messung der Zeitpunkt des letzten Brennens, bei Sedimenten der Zeitpunkt der Ablagerung/Überdeckung datiert.