Echtheitsuntersuchungen

Die Frage nach der „Echtheit“ oder „Authentizität“ eines Objektes ist oft nicht einfach zu beantworten, da leider nicht für alle Materialien eine direkte Datierungsmethode vorhanden ist bzw. die Datierungsmethode wie bei 14C oft nur einen Hinweis auf das Alter des Rohstoffes liefert. In diesen Fällen kann eine Kombination aus verschiedenen Methoden helfen, weitere Indizien für oder gegen die Authentitzität eines Objektes zu finden.

Die Objekte werden in der Regel zunächst unter Berücksichtigung ihrer vermeintlichen kulturgeschichtlichen Einordnung begutachtet. Individuell wird dann entschieden, welche Untersuchungsmethoden die meisten Informationen liefern. Generell empfiehlt sich eine Kombination verschiedener Methoden. Eine Probenentnahme ist in den meisten Fällen unumgänglich.

Bei Metallobjekten, die sich anders als organische oder keramische Materialien nicht direkt datieren lassen, haben sich Kombinationen aus der Ermittlung der chemischen Zusammensetzung (meist mittels energiedispersiver Röntgenfluoreszenzanalyse), Korrosionsuntersuchungen (Röntgendiffraktometrie, Metallographie), Untersuchungen zur Herstellungstechnik sowie dem so genannten 210Pb-Test in der Praxis bewährt.

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Prof. Dr. Ernst Pernicka und Dipl.-Arch. Nicole Lockhoff