Rätsel der neolithischen Kupferverhüttung gelöst

Lange Zeit galt eine kleine Menge von Kupferschlacke aus der neolithischen Siedlung von Catal Hüyük als frühester Beleg für die pyrometallurgische Gewinnung von Kupfer aus Erzen. Die Kupferschlacke fand sich in Schichten, die auf 6500 v. Chr. datiert wurden und war damit 1500 Jahre älter als der früheste Nachweis für Kupferverhüttung weltweit. Neue Untersuchungen, u.a. im Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie gGmbH durchgeführt, zeigten, dass die Schlacke als Zufallsprodukt bei einem Hausbrand entstanden ist.

Grüne Kupfererze, die als Pigment verwendet wurden, wurden durch die große Hitze verschlackt. Dadurch wurde ein kontrovers diskutierte technikgeschichtliches Problem endgültig gelöst. Die Siedlung von Catal Hüyük existierte von ca. 7100 bis 6000 v. Chr. und gilt als wichtigster Fundort in Vorderasien für das Verständnis der Entwicklung des Siedlungswesens überhaupt.

Der Artikel wurde im Journal of Archaeological Science veröffentlicht. Hier geht es zur Publikation.