Forschungsprojekt zu Metallfunden der ägyptischen Spätzeit aus der Handelsmetropole Naukratis im westlichen Nildelta

In einem mittlerweile abgeschlossenen und von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Kooperationsprojektes „(Re)Sources: Origins of Metals in Late Period Egypt“ wurden in Zusammenarbeit mit dem British Museum Metallfunde der ägyptischen Spätzeit aus der Handelsmetropole Naukratis im westlichen Nildelta untersucht. Weiterlesen

Die Geschichte des Bergbaus in Tirol und seinen angrenzenden Gebieten: Auswirkungen auf Umwelt und menschliche Gesellschaften (HiMAT). Projektmodul PP09: Archäometallurgische und geochemische Erfassung historischen Bergbaus

Grundlage einer gezielten Auswahl und erfolgreichen archäologischen Bearbeitung historischer Bergbaugebiete in den Ostalpen ist zunächst eine geologisch-lagerstättenkundliche und montanarchäologische Prospektion bereits bekannter sowie neuer Fundstellen bergbaulicher Aktivitäten. Weiterlesen

Die frühbronzezeitlichen Metallfunde der Gräberfelder von Franzhausen, Niederösterreich – archäometallurgische Untersuchungen

Grabbeigaben aus Bronze der beiden frühbronzezeitlichen Gräberfelder von Franzhausen werden mittels Röntgenfluoreszenz untersucht, um die chemische Zusammensetzung der Objekte zu ermitteln. Ziel ist es, einen Überblick über hierbei Aussagen über die Verwendung der verschiedenen Legierungstypen in der frühen Bronzezeit zu treffen. Weiterhin wird durch die Ermittlung der Bleiisotopenverhältnisse versucht, die Herkunft der verwendeten Rohstoffe (Erze) zu lokalisieren. Mit diesem Projekt besteht erstmals die Möglichkeit, die beiden größten und bedeutendsten Gräberfelder der frühen Bronzezeit in Mitteleuropa archäometallurgisch zu untersuchen.

Franzhausen I wurde unter der Leitung von Dr. J.-W. Neugebauer in den Jahren 1981 bis 1983 ausgegraben. Von den 1013 Befunden sind allein 716 Gräber der frühen Bronzezeit zuzuordnen (Neugebauer/Neugebauer 1997).

In den Männergräbern finden sich oft Waffen und Geräte wie Beile und Dolche. Ausschließlich Frauen vorbehalten sind die sogenannten Hutbleche sowie Gewandbleche, gelochte Schneckengehäuse und Ketten aus verschiedenen Materialien. Bei beiden Geschlechtern finden sich vor allem Ösenhalsringe, Armringe und verschiedene Nadeln. (Neugebauer/Neugebauer 1997). Abbildung 1 zeigt die Rekonstruktion einer Frauentracht mit reicher Ausstattung.

Im Rahmen der Promotion soll ein Teil des umfangreichen Objektbestandes beider Gräberfelder beprobt und analysiert werden. Die Analysen werden am Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie durchgeführt. Für die Bestimmung der chemischen Zusammensetzung kommt ein energiedispersives Röntgenfluoreszenzgerät zum Einsatz. Die Messung der Bleiisotopenverhältnisse erfolgt mit einem Massenspektrometer mit induktiv gekoppeltem Plasma.

Literatur

Ch. und J.-W. Neugebauer: Franzhausen. Das frühbronzezeitliche Gräberfeld I. FÖMat A5/1. Bundesdenkmalamt, Abteilung für Bodendenkmalpflege. Wien 1997

Rohstoffe und Recycling – Untersuchungen an Kupferlegierungen der jüngeren Latènezeit aus den Oppida von Manching und auf dem Martberg bei Pommern

Obwohl Angaben antiker Schriftsteller zu lokalen Verhältnissen vor allem in Gallien vorliegen, gibt es kaum Kenntnisse und Untersuchungen zur Herkunft der Metalle der mitteleuropäischen Eisenzeit. Das Recycling von Altmetall wird vor allem in der jüngeren Forschung als ein wichtiger, aber letztendlich in seiner tatsächlichen Form und Dimension nicht bekannter Faktor für die Rohstoffversorgung angeführt. Weiterlesen

Untersuchungen zur Herkunft und Handel von Eisen in Süddeutschland während der Eisenzeit

Eisen, als Rohstoff oder Fertigprodukt wird allgemein als eines der für den Handel notwendigen Exportgüter der Kelten angesehen. Die gewaltige Menge an gefundenen Eisenobjekten, Schmiedeschlacken, Tondüsen und für Eisenbearbeitung notwendigen Werkzeugen innerhalb des Oppidums von Manching lassen auch keinen Zweifel an einer regen Eisenverarbeitung. Der dafür notwendige Erzabbau und die Verhüttung wurde stets im vorgelagerten Feilenmoos und dem nahegelegenem Donaumoos vermutet. Gleichzeitig wurde der zusätzliche Import von Eisen aus größeren Entfernungen postuliert. Weiterlesen

Interdisziplinäre Studien zu den Kleinfunden von Udabno I-III (Ostgeorgien)

Ausgehend von den Tübinger Aktivitäten in Troia und den damit verbundenen Fragestellungen zur Schwarzmeerarchäologie entstand in den 1990er Jahren das Interesse an der Kaukasusregion. Der Siedlungskomplex von Udabno in der David-Garedshi-Steppe südöstlich von Tbilisi ist bereits seit den 1980er Jahren bekannt und wurde nach umfangreichen Prospektions- und Vermessungsarbeiten von 2000 bis 2007 untersucht (Universität Tübingen). Weiterlesen

Kleidung und Identität – Neue Blickwinkel auf Textilien im Römischen Reich (DressID)

DressID ist ein multinationales und interdisziplinäres EU-Forschungs- und Ausstellungsprojekt, das die Erforschung römerzeitlicher Textilfunde zum Thema hat. Textilwissenschaftler, Archäologen, Althistoriker, Restauratoren, Zoologen, Archäobotaniker und Vertreter anderer Disziplinen wie der Archäometrie widmen sich dieser fragilen und bislang unterschätzten Materialgattung. Methodische und inhaltliche Schwerpunkte bestehen zum einen in der Grundlagenforschung zu den Themen Bekleidungselemente, Material & Technik, Faserqualität, Farbe & Datierung und Experimentelle Archäologie. Der Tradition des Hauses gemäß widmet sich eine Arbeitsgruppe der Präsentation der Ergebnisse in Form einer europaweit zu zeigenden Wanderausstellung, die 2012 in Mannheim ihren Ausgang nimmt. Weiterlesen

Untersuchung archäologischer Textilfasern aus dem Römischen Imperium

Die Analyse des Rohmaterials historischer Textilien erhebt sich immer wieder als besonderes Desiderat bei der Untersuchung und Auswertung von Fundkomplexen vor allem aus archäologischem Kontext. Dabei kommt der Faserbestimmung nicht nur eine entscheidende Rolle bei der Erarbeitung wissenschaftlicher Restaurierungs- und Konservierungskonzepte zu. Sie ist auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil sie oft wichtige und verlässliche Hinweise auf wirtschafts- und handelsgeschichtliche Faktoren eines Fundkomplexes gibt, die wiederum zu weiterführenden kulturgeschichtlichen Fragen insgesamt führen. Weiterlesen

Die Herkunft des Rohstoffes Gold in Altperu

Auf dem amerikanischen Kontinent beginnt die Metallurgie in der Mitte des 2. Jt. v.Chr. im andinen Südamerika mit der Bearbeitung von Gold. Dies lassen zumindest Funde wie der des Goldschmiedegrabes aus Waywaka, Andahuaylas im südlichen Hochland Perus (Grossman 1972) und der eines Tiegelfragmentes mit Goldtröpfchen in Putushio, Südekuador (Rehren / Temme 1994), vermuten. Nicht viel später wird auch die Bearbeitung gediegenen Kupfers eingesetzt haben, denn beide Metalle sind in den Prunkgräbern der Chavín-Ofrendas-Kultur (spätes 2. bzw. frühes 1. Jt.v.Chr.) aus Kuntur Wasi, über dem Jequetepequetal gelegen, vorhanden (Onuki 1997). Dabei ist Gold das häufigere und auch kunstvoller bearbeitete Metall. Weiterlesen

Naturwissenschaftliche Untersuchungen an Feinkeramik der Phasen Troia VI bis VIIb2 aus „Troia und der Troas“

Diese sind neben der Mykenischen Keramik, die wichtigsten Feinwaren in dieser Zeit. AGW und Tan Ware werden archäologisch durch zwei, kürzlich beendete Doktorarbeiten abgedeckt. Somit ist eine sehr gute Grundlage bei der Auswahl der zu beprobenden Keramik gegeben und es können zum Teil archäologisch nur schwer lösbare Probleme mittels geochemischer Untersuchungen besser betrachtet und vielleicht gelöst werden. Hierbei handelt es um folgende Punkte: Weiterlesen