Rätsel der neolithischen Kupferverhüttung gelöst

Lange Zeit galt eine kleine Menge von Kupferschlacke aus der neolithischen Siedlung von Catal Hüyük als frühester Beleg für die pyrometallurgische Gewinnung von Kupfer aus Erzen. Die Kupferschlacke fand sich in Schichten, die auf 6500 v. Chr. datiert wurden und war damit 1500 Jahre älter als der früheste Nachweis für Kupferverhüttung weltweit. Neue Untersuchungen, u.a. im Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie gGmbH durchgeführt, zeigten, dass die Schlacke als Zufallsprodukt bei einem Hausbrand entstanden ist. Weiterlesen

Forschungsprojekt zu prähistorischem Bergbau und Metallurgie in Usbekistan

Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes werden an der Curt-Engelhorn Zentrum Archäometrie gGmbH Kupfererze verschiedener Lagerstätten in Usbekistan hinsichtlich ihrer geochemischen und bleiisotopischen Zusammensetzung analysiert, um eine Datengrundlage zu schaffen, um auf deren Basis das lagerstättenkundliche Potential der usbekischen Kupfervorkommen in Hinblick auf deren prähistorische Ausbeutung zu untersuchen. Weiterlesen

Forschungsprojekt zu Metallfunden der ägyptischen Spätzeit aus der Handelsmetropole Naukratis im westlichen Nildelta

In einem mittlerweile abgeschlossenen und von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Kooperationsprojektes „(Re)Sources: Origins of Metals in Late Period Egypt“ wurden in Zusammenarbeit mit dem British Museum Metallfunde der ägyptischen Spätzeit aus der Handelsmetropole Naukratis im westlichen Nildelta untersucht. Weiterlesen

Moore als Archive der atmosphärischen Deposition

Am Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie gGmbH wird derzeit im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts die zeitliche und räumliche Variation der atmosphärischen Spurenelementdeposition und Isotopenzusammensetzung (Blei und Osmium) innerhalb eines Moores (Wildseemoor, Nordschwarzwald) für die letzten 150 Jahre untersucht.

Mehr zur Arbeitsgruppe „Moore als Archive der atmosphärischen Deposition“ finden Sie unter: www.moorealsarchive.de

ERC-Project Bronze Age Tin (FP7/SP2-Ideas)

This multidisciplinary project comprising archaeology, history, geochemistry and geology aims at the decipherment of the enigma of the origin of a material that emerged in the third millennium BC and gave an entire cultural epoch its name, namely the alloy of copper and tin called bronze. While copper deposits are relatively widely distributed there are only very few tin deposits known in the Old World (Europe, the Mediterranean basin and southwest Asia). Since the late 19th century archaeologists have discussed the question of the provenance of tin for the production of the earliest bronzes without any definite answer. The enigma has even grown over the past decades, because it turned out that the earliest bronzes appear in a wide area stretching from the Aegean to the Persian Gulf that is geologically devoid of any tin deposits. There is tin in western and central Europe and there is also tin in central Asia. Thus, tin or bronze seems to have been traded over large distances but it is unknown in which direction. Weiterlesen

Circulation of iron products in the Iron-age of Eastern France and Southern Germany (CIPIA): Multidisciplinary and methodological approaches towards the provenance of ancient iron

CIPIA ist ein gemeinsames Forschungsprojekt des Curt-Engelhorn-Zentrums Archäometrie und des Landesamts für Denkmalplege Baden-Württemberg mit dem Commissariat à l´énergie atomique des Centre national de la recherche scientifique (CEA/CNRS – France) und wird von der Agence Nationale de la Recherche (ANR) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) seit März 2011 gefördert.

Im Focus der Untersuchungen stehen Eisenobjekte der späten Hallstatt- und der jüngeren Latènezeit aus Südwestdeutschland und Ostfrankreich. Ziel der Untersuchungen ist es, Herkunft und Distribution von Eisen in diesen Regionen in der frühen Eisenzeit aufzuzeigen.

Strontiumisotopen-Analysen an Zahnschmelz und Knochen zum Nachweis ur- und frühgeschichtlicher Landnutzung und Mobilität

Am CEZA durchgeführte Sr-Isotopenanalysen sind ein zentrales Fundament zahlreicher interdisziplinärer Forschungsprojekte der Arbeitsgruppe Historische Anthropologie und Bioarchäometrie am Institut für Anthropologie der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (Leitung Prof. Dr. K. W. Alt). Weiterlesen

Archäometallurgische Untersuchungen an den Goldfunden aus dem endneolithischen Gräberfeld von Varna (Bulgarien)

Seit 2010 ist das Curt-Engelhorn Zentrum Archäometrie gGmbH an einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt beteiligt, das sich mit der Erforschung der Metallfunde des Gräberfeldes und der Skelettreste befasst. Der Fokus der archäometallurgischen Untersuchungen liegt auf den zahlreichen Goldfunden (insgesamt ca. 3000 Goldobjekte) des Gräberfeldes, die als „das älteste Gold der Menschheit“ gelten. Weiterlesen

Römische Großbronzen am UNESCO-Welterbe Limes

Römische Großbronzen am UNESCO-Welterbe Limes ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg (ALM), des LVR-LandesMuseums Bonn (LVR-LMB) und der Goethe-Universität Frankfurt a. M., das durch die VolkswagenStiftung gefördert wird.

Im Rahmen des Projektes werden Großbronzenfragmente in den Militäranlagen und Zivilsiedlungen der Grenzprovinzen Germania Inferior, Germania Superior und Raetia systematisch erfasst und hinsichtlich Herstellungstechnik, Aussehen sowie Funktion untersucht.

Das Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie führt als Kooperationspartner Materialanalysen und Untersuchungen zur Oberflächenbearbeitung wie Vergoldung oder Einlegearbeiten durch.

Homepage: Römische Großbronzen am UNESCO-Welterbe Limes

„Peripherie und Zentrum. Die Hünenburg bei Watenstedt, Kr. Helmstedt. – Ein Herrschaftssitz zwischen der Kontaktzone zwischen Lausitzer Kultur und Nordischer Bronzezeit“

Im Zentrum des Forschungsvorhabens steht die jungbronze- und früheisenzeitliche befestigte Höhensiedlung Hünenburg bei Watenstedt, Kr. Helmstedt, mit ihrem Umfeld. Die Region am Nordrand des Harzes liegt im Spannungsfeld zwischen der Nordischen Bronzezeit und der Lausitzer Kultur, die wesentlichen Anteil an der Herausbildung einer eigenständigen Kultur in diesem Raum (Saalemündungsgruppe bzw. Hausurnenkultur) hatte. Weiterlesen