Rätsel der neolithischen Kupferverhüttung gelöst

Lange Zeit galt eine kleine Menge von Kupferschlacke aus der neolithischen Siedlung von Catal Hüyük als frühester Beleg für die pyrometallurgische Gewinnung von Kupfer aus Erzen. Die Kupferschlacke fand sich in Schichten, die auf 6500 v. Chr. datiert wurden und war damit 1500 Jahre älter als der früheste Nachweis für Kupferverhüttung weltweit. Neue Untersuchungen, u.a. im Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie gGmbH durchgeführt, zeigten, dass die Schlacke als Zufallsprodukt bei einem Hausbrand entstanden ist. Weiterlesen

Forschungsprojekt zu prähistorischem Bergbau und Metallurgie in Usbekistan

Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes werden an der Curt-Engelhorn Zentrum Archäometrie gGmbH Kupfererze verschiedener Lagerstätten in Usbekistan hinsichtlich ihrer geochemischen und bleiisotopischen Zusammensetzung analysiert, um eine Datengrundlage zu schaffen, um auf deren Basis das lagerstättenkundliche Potential der usbekischen Kupfervorkommen in Hinblick auf deren prähistorische Ausbeutung zu untersuchen. Weiterlesen

Forschungsprojekt zu Metallfunden der ägyptischen Spätzeit aus der Handelsmetropole Naukratis im westlichen Nildelta

In einem mittlerweile abgeschlossenen und von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Kooperationsprojektes „(Re)Sources: Origins of Metals in Late Period Egypt“ wurden in Zusammenarbeit mit dem British Museum Metallfunde der ägyptischen Spätzeit aus der Handelsmetropole Naukratis im westlichen Nildelta untersucht. Weiterlesen

Dem Kloster ein Gesicht geben: Anthropologische Spurensuche im UNESCO Welterbe Kloster Lorsch

Ausstellung „Begraben und Vergessen? Knochen erzählen Geschichte“ 

Sonderschau gibt ungewöhnliche Einblicke in das Leben der mittelalterlichen Klosterbewohner und zeigt die erste Gesichtsrekonstruktion eines Lorscher Mönchs

Vom 19. März bis 14. Mai 2017 zeigt das UNESCO Weltkulturerbe Kloster Lorsch im Schaudepot Zehntscheune die Sonderausstellung „Begraben und Vergessen? Knochen erzählen Geschichte“. Die Ausstellung nimmt auf der Grundlage aktueller archäologisch-anthropologischer Untersuchungen erstmals die Menschen des Klosters in den Blick, die vom frühen bis zum späten Mittelalter in der bedeutenden Reichsabtei Karls des Großen lebten, arbeiteten und dort begraben wurden. Höhepunkt der Schau ist die 3D-Gesichtsrekonstruktion eines Lorscher Mönchs aus der Hochphase des Klosters um 900. Damit wird für die Besucher zum ersten Mal eine visuelle und virtuelle Begegnung mit einem Menschen aus dem frühen Mittelalter möglich, der vor rund 1100 Jahren im Kloster Lorsch gelebt und vielleicht die Erbauung der weltberühmten Torhalle erlebt hat.

Im Rahmen eines umfangreichen vom UNESCO Welterbe Kloster Lorsch in Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen (rem) mit dem Curt-Engelhorn-Zentrum für Archäometrie gGmbH (CEZA) in Mannheim durchgeführten Forschungsprojekts konnten bislang rund 110 menschliche Individuen naturwissenschaftlich-anthropologisch untersucht werden, deren Skelettreste im Verlauf der letzten 120 Jahre bei archäologischen Ausgrabungen auf dem Klosterareal geborgen wurden.

Weiterlesen

Zum Tod Curt Engelhorns

Galerie

Diese Galerie enthält 1 Foto.

Am 13. Oktober 2016 verstarb der erfolgreiche Unternehmer und herausragende Mäzen Curt Engelhorn im Alter von 90 Jahren. Die Reiss-Engelhorn-Museen, die Curt-Engelhorn-Stiftung und das Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie trauern um ihren großzügigen und weitsichtigen Mäzen, der Kunst und Wissenschaft in unserer Region … Weiterlesen

Moore als Archive der atmosphärischen Deposition

Am Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie gGmbH wird derzeit im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts die zeitliche und räumliche Variation der atmosphärischen Spurenelementdeposition und Isotopenzusammensetzung (Blei und Osmium) innerhalb eines Moores (Wildseemoor, Nordschwarzwald) für die letzten 150 Jahre untersucht.

Mehr zur Arbeitsgruppe „Moore als Archive der atmosphärischen Deposition“ finden Sie unter: www.moorealsarchive.de

Neue Forschungsergebnisse zur Chronologie der Frühbronzezeit veröffentlicht

Im Rahmen einer interdisziplinären Kooperation zwischen der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, dem Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte und dem Curt-Engelhorn-Zentrum für Archäometrie gGmbH und der Universität Heidelberg, stellen Wissenschaftler konventionelle Lehrmeinungen über den Verlauf der frühen Bronzezeit in Zentraleuropa infrage. Basierend auf über 150 Radiokarbonanalysen gibt dieses Großprojekt neue Aufschlüsse über die zeitliche Abfolge der Frühbronzezeit und gewährt neue Einblicke in die Geschichte der Himmelsscheibe von Nebra.

Die Publikation können Sie hier abrufen.

Die dpa-Pressemitteilung können Sie hier einsehen.

Die Goldfunde von Bernstorf

In den letzten Wochen gab es eine Vielzahl von Pressemeldungen als Reaktion auf die Publikation des Tagungsbandes „Metalle der Macht – Frühes Gold und Silber/Metals of power – Early gold and silver“, der Ende Oktober 2014 in Halle/Saale erschien und in einer Pressekonferenz vorgestellt wurde.

Darin sind zwei Artikel über Untersuchungen zu den Goldfunden von Bernstorf enthalten, die in die späte Bronzezeit datiert werden und als Beleg für Kontakte zwischen Mykene und Südbayern in dieser Periode gelten (https://uni-tuebingen.academia.edu/ErnstPernicka/Papers und https://www.researchgate.net/profile/Ernst_Pernicka/publications). Die Publikation von Herrn Prof. Dr. Ernst Pernicka können Sie hier lesen.

Die Echtheit der Goldfunde wird weiterhin kontrovers diskutiert.  Eine Auswahl zu Reaktionen in den Medien finden Sie hier:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/kontrovers/goldschatz-bernstorf-zweifel-100.html

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/bronzezeit-schatz-von-bernstorf-zu-sehr-gold-um-wahr-zu-sein-1.2188153

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/freising-wohl-viel-zu-rein-1.2227162